TRAUMBILDER I

Mir träumte einst von wildem Liebesglühn, Von hübschen Locken, Myrten und Resede, Von süßen Lippen und von bittrer Rede, Von düstrer Lieder düstern Melodien. Verblichen und verweht sind längst die Träume, Verweht ist gar mein liebstes Traumgebild! Geblieben ist mir nur, was glutenwild Ich einst gegossen hab in weiche Reime. Du bliebst, verwaistes Lied! Verweh... weiterlesen →

DER ASRA

Täglich ging die wunderschöne Sultantochter auf und nieder um die Abendzeit am Springbrunn, wo die weißen Wasser plätschern. Täglich stand der junge Sklave um die Abendzeit am Springbrunn, wo die weißen Wasser plätschern, täglich ward er bleich und bleicher. Eines Abends trat die Fürstin auf ihn zu mit raschen Worten: »Deinen Namen will ich wissen,... weiterlesen →

VORMITTAG AM STRAND

Es war ein solcher Vormittag, wo man die Fische singen hörte; kein Lüftchen lief, kein Stimmchen störte, kein Wellchen wölbte sich zum Schlag. Nur sie, die Fische, brachen leis der weit und breiten Stille Siegel und sangen millionenweis dicht unter dem durchsonnten Spiegel.   Christian Morgenstern (1781-1914)  

MONDNACHT

Es war, als hätt der Himmel die Erde still geküsst, dass sie im Blütenschimmer von ihm nun träumen müsst. Die Luft ging durch die Felder, die Ähren wogten sacht, es rauschten leis' die Wälder, so sternklar war die Nacht. Und meine Seele spannte weit ihre Flügel aus, flog durch die stillen Lande, als flöge sie... weiterlesen →

END IT WITH MUSIC

Diesmal ein Text auf Englisch. Ich brauchte einen Songtext für ein kleines Musikprojekt mit einem Freund. Wir machen alles auf Englisch, falls es jemanden interessiert, schaut und hört nach bei MaybeMonday. Einen wunderschönen Sonntag wünsche ich! END IT WITH MUSIC Once I was happy in the sunshine of others I had a little house in... weiterlesen →

WINTERNACHT

Verschneit liegt rings die ganze Welt, Ich hab’ nichts, was mich freuet, Verlassen steht der Baum im Feld, Hat längst sein Laub verstreuet. Der Wind nur geht bei stiller Nacht Und rüttelt an dem Baume, Da rührt er seinen Wipfel sacht Und redet wie im Traume. Er träumt von künft'ger Frühlingszeit, Von Grün und Quellenrauschen,... weiterlesen →

WINTERLIED

Mir träumt´, ich ruhte wieder Vor meines Vaters Haus Und schaute fröhlich nieder In´s alte Tal hinaus, Die Luft mit linden Spielen Ging durch das Frühlingslaub, Und Blüten-Flocken fielen Mir über Brust und Haupt. Als ich erwacht, da schimmert Der Mond vom Waldesrand, Im falben Scheine flimmert Um mich ein fremdes Land, Und wie ich... weiterlesen →

MORGEN

Tag Zwei im neuen Jahr des Regens überm Balkon rauscht wild ein Bach am Rand der Nacht leuchtet der Morgen als Streifen grauen Lichts noch schwach Ich schlucke warm und gold die Sonne aus fremden Ländern, fernem Staub sickert wie Milch in nasse Erde und endet matt in dürrem Laub  

2017 – zum Schluss: TANZ

Mein, zugegeben etwas morbider, Jahresabschluss mit Ständchen: TANZ Der Mond scheint weiß über dem Tanz im Schnee und drunt im Tal liegt schwarz der See Und durch die Nacht schleicht still ein Rot und früh am Tag sind alle tot Tanz (Lied)    

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